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Katzen

Achtung ein Mensch
Nicht jede Katze, die Sie aus dem Tierheim zu sich nehmen, zeigt sich in den ersten Wochen dankbar. Wer in seinem Leben schlechte Erfahrungen mit den Zweibeinern gemacht oder wenig kennengelernt hat, der taut so schnell nicht auf. Haben Sie viel Geduld. Lassen Sie Ihrem neuen Mitbewohner die Zeit, die er braucht, bis er von selbst auf Sie zukommt. Mit Aufdringlichkeit würden Sie ihn nur noch mehr verstören.
Versuchen Sie nicht, die Katze zu bedrängen oder sie auf den Arm zu nehmen. Behalten Sie ihren Alltagsrhythmus bei. Die Katze wird allmählich von alleine immer näher kommen !!

Die Katze wird es Ihnen später mit viel Zuneigung danken.

Und nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Hausgenossen zu wünschen. Für weitergehende Fragen steht Ihnen das Tierheimpersonal gerne zur Verfügung.

Versuchen Sie nicht die Katze zu bedrängen, oder dies zwanghaft auf den Arm zu nehmen. Behalten Sie ihren Alltagsrhythmus bei. Die Katze wird allmählich von alleine immer näher kommen. !!

Die Katze wird es ihnen später mit viel Zuneigung danken.

Vor der Anschaffung einer Katze

  • Sind Sie bereit, sich für die nächsten 15 - 20 Jahre an ein Tier zu binden?
  • Können Sie täglich genügend Zeit für Fütterung, Pflege, Spiel- und Streicheleinheiten aufbringen?
  • Können Sie die laufenden Kosten für Futter, Impfungen, Entwurmungen, Tierarztbesuche etc. aufbringen?
  • Falls Sie zur Miete wohnen: erlaubt der Vermieter die Tierhaltung?
  • Sind Sie eventuell allergisch? Ein häufiger Grund für die Abgabe von Tieren im Tierheim sind Allergieprobleme.
  • Wer versorgt die Katze, wenn Sie in Urlaub fahren, wegen Krankheit oder aus beruflichen Gründen nicht zu Hause sind?
  • Wohnen Sie ruhig, abgelegen, so dass Sie einer Katze Freilauf gewähren können, oder an einer vielbefahrenen Straße und kommt daher nur eine Wohnungskatze in Frage?

Sind Sie sich auch wirklich ganz sicher, dass eine Katze das richtige Haustier für Sie ist? So anschmiegsam und zutraulich eine Katze sein kann - wenn ihr gerade danach ist - so eigenwillig zeigt sie sich andererseits. Eine Katze können Sie nicht - wie einen Hund - erziehen, sie wird sich ihrem Menschen nie unterordnen. Katzen sind Individualisten; Sie sollten ihre Eigenarten kennen und achten!

Gerade wenn Sie sich für eine junge Katze interessieren, seien Sie sich bewusst, dass fortan in Ihrer Wohnung nichts mehr vor dem Entdeckerdrang Ihres Stubentigers sicher sein wird. Angefangen von Körben mit frischgewaschener Wäsche, Kleiderschränken, Schubladen und Betten über dekorative Kleinigkeiten wie Blumenvasen, Kerzenständern usw. bis hin zu Gardinen, Sofas und Teppichen. Alles was sich bewegt, kullert oder rollt, wird ein willkommenes "Forschungsobjekt" sein. Sie sollten es mit Gleichmut ertragen können, wenn Ihr neuer Hausgenosse testet, ob sich nicht auch Tapeten und Sofas zum Krallenschärfen eignen. Über Geschenke Ihrer Katze, wie frisch erlegte Mäuse oder Vögel, sollten Sie sich immer freuen, auch wenn sie Sie Ihnen als besondere Überraschung auf Ihrem Kopfkissen präsentiert.

Sie denken trotz oder gerade wegen all dieser (Un-)Annehmlichkeiten, dass Sie "katzentauglich" sind? Prima, dann steht einem Besuch in den Katzenstuben des Tierheims Wilhelmshaven ja nichts mehr im Wege! Bei uns warten viele Katzen jeden Alters und Geschlechts, jeder Farbe und jedes Temperaments auf ein schönes neues Zuhause, auch Rassekatzen sind keine Seltenheit. Alle Katzen sind geimpft (gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen), entwurmt und tätowiert oder gechipt. Bis auf die Welpen sind auch alle - gleich ob Katze oder Kater - kastriert. Nur so kann dem noch immer großen Katzenelend - bedingt durch unkontrollierte Vermehrung - Einhalt geboten werden. Bei Abnahme eines Katzenwelpen verpflichten Sie sich dazu, diesen kastrieren zu lassen, sobald er alt genug ist.

Bevor Sie eine Katze zu sich nach Hause nehmen, sollte die grundsätzliche Frage "Freigänger oder Wohnungskatze?" geklärt sein. Ideal ist es, wenn Sie einer Katze Freilauf gewähren können. Natürlich muss dazu das passende Umfeld gegeben sein und Sie an einer ruhigen, wenig befahrenen Straße wohnen, einen Garten haben oder unmittelbar am Feld-/Waldrand wohnen. Eine Katzenklappe an Haus- oder Terrassentür, bei Etagenwohnungen auch eine Katzentreppe oder –leiter,- ermöglichen der Katze ungehinderten Ein- und Ausgang. Natürlich bleiben auch in einer ruhigen Wohngegend Risiken, wenn Sie Ihrer Katze Freigang gewähren. Aber Katzen, die von klein auf Freigang kennen, lassen sich nicht „einsperren“.

Eine Katze, die Sie bei sich aufnehmen, sollte auf jeden Fall erst nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 4 Wochen (wenn sie sich wirklich sicher und zu Hause fühlt) das Haus zum ersten Mal verlassen, sehr scheue Katzen evtl. noch später.

Kennt eine Katze von klein auf nur die Wohnungshaltung, kann sie sich auch ohne Freilauf durchaus wohl fühlen, braucht dann aber besonders viele Spiel- und Streicheleinheiten. Die Wohnung muss genügend Abwechslung mit Spiel- und Klettermöglichkeiten bieten, ein Kratzbaum oder -brett sollte nicht fehlen. Am besten sollte noch ein Artgenosse in der Wohnung leben. Denn Katzen sind - abgesehen von Ausnahmen - durchaus keine Einzelgänger, sondern wissen sehr wohl die Gesellschaft eines oder auch mehrerer Artgenossen zu schätzen - gerade bei ausschließlicher Wohnungshaltung oder wenn ihre Halter berufstätig sind. Viele Katzen sind allerdings im Laufe der Zeit mit der Wohnungshaltung nicht mehr zufrieden und reagieren dann häufig mit Unsauberkeit oder Aggressivität. Dann hilft nur eins: die Katze braucht Freigang - dies ist immer die bessere Lösung!

Und nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Hausgenossen zu wünschen. Für weitergehende Fragen steht Ihnen das Tierheimpersonal gerne zur Verfügung.

Junge oder alte Katze?
Eine junge Katze oder gar ein Katzenwelpe ist natürlich verspielter, lebhafter und ungestümer als ein erwachsenes Tier. Da wird dann schon öfter mal eine Gardine erklommen oder ein ähnliches Abenteuer im Haus gemeistert. Denken Sie nicht, ein junges Tier könnten Sie vielleicht noch erziehen. Erziehen wie einen Hund können Sie eine Katze nicht! Ein wenig "Benimm" kann natürlich auch eine Katze lernen, aber stellen Sie nicht zu hohe Erwartungen. Von Anfang an sollten Sie Ihrer Katze aber einen Namen geben und sie so oft wie möglich mit diesem rufen. Sie wird lernen, darauf zu reagieren, kommen wird sie daraufhin allerdings nur, wenn ihr gerade danach ist.

Bei einem älteren Tier bekommen Sie schon einen fertigen Charakter. Durch Angaben der Vorbesitzer und die Beobachtungen, die das Tierheimpersonal macht, können bei einem erwachsenen Tier nähere Angaben zu seinem Charakter gemacht werden.

Alter ist ohnehin bei Katzen eher relativ zu sehen. Bei einer Lebenserwartung von 15 - 20 Jahren ist eine Katze ab 6 Jahren aufwärts noch lange kein Senior! Bedenken Sie dies bitte und fragen Sie bei einem Besuch im Tierheim vielleicht gezielt nach einem älteren Tier, da junge Katzen in der Regel größere Vermittlungschancen haben.

Und nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Hausgenossen zu wünschen. Für weitergehende Fragen steht Ihnen das Tierheimpersonal gerne zur Verfügung.

Grundausstattung einer katzengerechten Wohnung
Bevor eine Katze zu Ihnen nach Hause kommt, sollten Sie bereits folgende Dinge vorbereitet haben:

  • die Katzentoilette muss an einem ruhigen Ort aufgestellt sein.
  • ausreichend Rückzugs- und Ruheplätze; Katzen mögen keinen Trubel und sollten stets die Möglichkeit haben, sich an einen ruhigen Ort zurückziehen zu können.
  • Kamm und Bürste für die Fellpflege; auch wenn Katzen viel Zeit auf ihre Körperpflege verwenden, brauchen doch vor allem die langhaarigen Katzen Hilfe bei der Fellpflege. Aber auch kurzhaarige Katzen genießen regelmäßige Pflege- und Streicheleinheiten mit einer weichen Bürste.
  • Spielzeug; Art und Aussehen sind Ihrem Geschmack und Ihrer Phantasie überlassen (man kann aus Papier, Toilettenpapierrollen, Eierkartons etc. wunderbare Spielideen zaubern).
  • Transportbox für Tierarztbesuche und andere Fahrten mit dem Auto. Am besten, Sie bringen gleich eine mit, wenn Sie zu uns kommen, um Ihre Traumkatze im Tierheim abzuholen.
  • ganz wichtig: beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen im Haus: Kippfenster können eine tödliche Gefahr für Katzen darstellen. Spitze, scharfe, giftige (Putzmittel!) und sonstige gefährliche Gegenstände nicht im Haus herumliegen lassen.
  • das richtige Futter; auch Freigänger-Katzen können nicht von Mäusen allein leben. Im Tierheim werden Sie diesbezüglich beraten. Richten Sie Ihrer Katze einen Futterplatz an einer geschützten Stelle ein.

WICHTIG: Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen. Milch ist kein Nahrungsmittel für Katzen! Im Gegenteil, sie kann schwere Verdauungsstörungen verursachen.
Und nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Hausgenossen zu wünschen. Für weitergehende Fragen steht das Tierheimpersonal gerne zur Verfügung.