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Vögel

Passen Sittiche zu Ihnen?

1. Welche Sittichart passt am besten zu Ihnen?

Jede Sittichart stellt ihre eigenen Ansprüche an die Haltung. Auch Verhaltensweisen, Nagegewohnheiten und Lautstärke variieren zwischen den einzelnen Arten erheblich. Informieren Sie sich VOR dem Erwerb von Sittichen über ihre Pflege, Lautstärke und Verhalten.

2. Besteht die Bereitschaft, mindestens zwei artgleiche Sittiche anzuschaffen?

Sittiche sind von Natur aus Schwarmvögel, die immer Beschäftigung brauchen und das Feedback in ihrer eigenen Sprache benötigen, das sie wirklich verstehen können. So fühlen sich Sittiche wohl, deshalb sollten mindestens zwei artgleiche Sittiche bei Ihnen einziehen.

3. Besteht die Bereitschaft, jahrelang für die Sittiche zu sorgen?

Größere Sittiche - eine artgerechte Haltung und Fütterung vorausgesetzt haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung als die kleinen. So können kleine Sittiche 10-15 Jahre alt werden, Großsittiche 20-25 Jahre, manche sogar bis 35 Jahre leben. Man sollte also immer bedenken, wie lange man für seine Vögel verantwortlich sein möchte / kann.

4. Besteht die Bereitschaft / Möglichkeit, auch bei eigenem Nachwuchs weiter für die Sittiche sorgen zu können?

Eigener Nachwuchs ist ein häufig vorkommendes Argument bei Vogelvermittlungen. Bitte machen Sie sich vorher ausreichend Gedanken, ob beide Pläne zu Ihnen passen.

5. Ist ausreichend Platz (Käfig / Voliere und Zimmergröße) vorhanden? Können Sie viel Freiflug geben?

Die Käfig- oder Volierengröße hängt von der Größe der Vögel sowie deren Anzahl ab. Während Wellensittiche mit einem vergleichsweise kleinen Käfig auskommen, wenn sie zusätzlich viel Freiflug erhalten, benötigt man für Großsittiche große Käfige oder besser Zimmervolieren. Die Vögel brauchen möglichst täglich für ein paar Stunden Freiflug. Großsittiche brauchen mehr Platz zum Fliegen als kleine Sittiche, wer nur kleine Räume zur Verfügung hat sollte sich die Haltung von kleinen Sitticharten überlegen.

6. Sittiche werden -auch einzeln gehalten- nicht immer zahm.

Sind die Vögel trotzdem interessant für Sie? Reicht es Ihnen aus, die Sittiche beim Spielen, Kuscheln, gegenseitigen Füttern usw. zu beobachten?

7. Viele Sitticharten lernen nicht sprechen, bei einigen "sprachbegabteren" Arten lernen ebenfalls viele nicht sprechen.

Ist das in Ordnung für Sie?

8. Könnte jemand allergisch reagieren?

Ist jemand aus der Familie ggf. allergisch gegen Federstaub? Besser vorher ärztlich untersuchen lassen!

9. Kennen Sie die Lautstärke Ihrer bevorzugten Sitticharten?

Einige Sitticharten können sehr laut werden, verträgt sich diese Lautstärke mit den Nachbarn, falls vorhanden? Im Zweifelsfall ist es besser, eine leisere Sittichart auszusuchen.

10. Leben weitere Tiere im Haushalt?

Leben Tiere in Haushalt, die den Sittichen gefährlich werden können, z.B. Katzen oder Ratten? Oder Tiere, die das laute Gezetere und Pfeifen weniger vertragen (z.B. Kaninchen?) Hier sollten besondere (Trennungs-) Maßnahmen getroffen werden, damit Stress-Situationen vermieden werden können.

11. Wer kann sich noch um die Sittiche kümmern?

Wer kümmert sich im Krankheitsfall oder Urlaub um die Vögel?

12. Sittiche machen Dreck.

Sittiche machen relativ viel Dreck durch Federstaub, Federn, Sand, Körner, Kot etc. Sind Sie bereit das Zimmer häufiger sauberzumachen als vorher?

13. Sittiche knabbern gerne.

Sittiche knabbern oft gerne an Tapeten und Möbeln und können davon nicht immer ganz durch Poster, Spielplätze, Knabberzweige o.ä. abgehalten werden. Würden Sie damit zurechtkommen?

14. Sittiche bedeuten Arbeit.

Die regelmäßige Käfigreinigung und das Angebot von Körnerfutter und frischem Trinkwasser, die täglich notwendige Frischfutterzubereitung, die regelmäßige Reinigung der Einrichtungsgegenstände und Spielzeuge und das häufigere Säubern des Zimmers sind nur wenige Beispiele für die zusätzliche Arbeit, die man als Sittichhalter hat. Die richtige Vogelhaltung nimmt mehr Arbeit und Zeit in Anspruch als vorher oft erwartet wird.

15. Sittiche kosten Geld.

Futter und Vogelzubehör (Käfig, Voliere, Spielzeug, Einstreu, Obst etc.) sowie eventuell anfallende Tierarzt- und Medikamentenkosten sind nicht ganz billig. Sind Sie bereit, ggf. einiges mehr für medizinische Behandlung zu bezahlen als der Vogel vielleicht gekostet hat?

16. Sittiche sind keine Kuscheltiere!

Auch zahme Sittiche sind nicht geeignet, ständig in die Hand genommen und angefasst zu werden. Man kann einen zahmen Sittich natürlich auch mal etwas kraulen oder über den Flügel streichen, aber im Vergleich zu anderen Haustieren wenig. Wer also Wert auf Streicheleinheiten streicheln legt, sollte sich vielleicht doch eher für eine andere Tierart entscheiden.

17. Kinder und Sittiche.

Möchten Sie Sittiche für Ihre Kinder kaufen? Vögel sind oft wenig geeignet für Kinder, wenn die Eltern ihnen die Pflege alleine überlassen. Kinder interessieren sich oft nur phasenweise für ein Tier und / oder möchten einen zahmen Vogel, den sie streicheln können und der spricht. Sie sollten ihr Kind deshalb vor dem Kauf über die Bedürfnisse und das Verhalten der jeweiligen Sittichart aufklären, um Enttäuschungen vorzubeugen. Außerdem müssen Sie bereit sein die Haltung und Pflege ständig zu kontrollieren und zu helfen und die Pflege möglicherweise ganz zu übernehmen, wenn sich Ihr Kind das Interesse verlieren sollte. Wenn diese Punkte beachtet werden, können sich auch Kinder ab ca. 8-10 Jahren mit Sittichen beschäftigen.

Beschreibung:
Männchen:
grau, Unterseite etwas blasser, Stirn, Wangen, Kehle und Haube gelb, roter Fleck um die Ohrregion. Schnabel grau, Iris dunkelbraun, Beine grau.
Weibchen: Kopf und Haube grau mit etwas gelb überhaucht, Ohrfleck matter als beim Männchen, Armschwingen grauweiß, Schwanzunterseite mit grauweißer Querbänderung.
Jungvögel: den Weibchen ähnlich, manche Männchen bereits intensiver gefärbt. Volle Ausfärbung nach ca. 9 Monaten.

Heimat/ Lebensraum: Inneres von Australien ;offene Savannen, Steppen, Grasland. Neben dem Wellensittichen ist er der weitverbreitetste Sittich in Australien.

Freileben: Der Nymphensittich lebt paarweise oder in kleinen Gruppen zusammen. Bei großem Nahrungsangebot oder bei dürrebedingten Wanderungen kann man auch große Schwärme bis zu einigen hundert Vögeln beobachten. Die Nahrung, die vorwiegend auf dem Boden gesucht wird, besteht hauptsächlich aus Grassamen, Baumsamen, Früchten und Beeren. In Hirsefeldern können sie erheblichen Schaden anrichten. Deshalb werden sie von den Farmern verfolgt. Für Eingeborene zählen diese Sittiche und ihre Eier zur Nahrung. Neben dem Menschen (Farmer und auch der Straßenverkehr) und natürlichen Feinden wie z.B. Greifvögeln fallen viele Nymphensittiche Buschfeuern zum Opfer.

Das Gelege, das aus 2-5 Eiern besteht, wird 19 Tage lang bebrütet. Beide Eltern brüten. Mit 5 Wochen fliegen die Jungvögel aus.

Nahrung: Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne, vorzugsweise auch ohne Erdnüsse, auch mit Wildsamen, Grassamen und / oder wenigen Sonnenblumenkernen in Lebensmittelqualität (z.B. Supermarkt) angereichert, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter, gelegentlich Kolbenhirse, gelegentlich Eifutter oder alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen oder Ameiseneier, ab und zu etwas Kochfutter (auch als Weichfutter bei verschiedenen Krankheiten gut geeignet), frische Knabberzweige

Voliere Außenvoliere Käfig
Je kleiner die Voliere, desto mehr Freiflug ist erforderlich. Eine Holzvoliere ist möglich. Mindestmaße Außenvoliere für 1 Paar:
2,50x1,50x2 m LxBxH
Mindestmaße Schutzraum: 1x1x2m LxBxH Mindestens frostfreier (oder auf ca. 5°C beheizter) Schutzraum
Großer Käfig, besser kleine Zimmervoliere, mit viel Freiflug.

Für die Käfighaltung ohne oder mit wenig Freiflug sind sie wenig geeignet, da sie dann zu wenig Bewegung bekommen. Wenn sie im Käfig gehalten werden, sollten sie möglichst fast ganztags Freiflug bekommen.

Haltung: Der Nymphensittich ist akklimatisiert und kann auch an schönen, nicht zu kalten Wintertagen in die Außenvoliere gelassen werden. Er ist neugierig, zutraulich und verspielt. Diese Sittiche nagen im Vergleich zu anderen Großsittichen relativ wenig. Trotzdem sollten frische Zweige und Knabberspielzeug wie z.B. eine Korkrinde zum Nagen zur Verfügung stehen, da sonst oft Möbel und Tapeten leiden. Allerdings hilft anderes Spielzeug nicht immer, um von Tapeten und Möbeln abzulenken. Sie lassen sich oft gerne mit Wasser beregnen oder baden gerne. Deshalb sollten sie regelmäßig mit einer Blumenspritze besprüht werden und / oder eine Badegelegenheit angeboten bekommen. Sie können sehr zahm werden und einige Töne und Wörter nachahmen. In der Regel sind sie ruhige Sittiche, die aber laut rufen können, was in Mietwohnungen auch zu Problemen mit Nachbarn führen kann. Typisch für Männchen ist ihr melodiöser Balzgesang. Weibchen haben nicht so viele Töne in ihrem Repertoire. Nymphensittiche sind sehr friedliche Sittiche, die mit anderen friedlichen Vögeln, z.B. Wellensittichen, Bourkesittichen oder auch mit Prachtfinken zusammen gehalten werden können. Auch bei friedlichen Sitticharten muss auf ausreichend Platz geachtet werden, damit sich die Vögel gelegentlich zurückziehen können. Wichtig: Die Tipps zur Vergesellschaftung beziehen sich immer auf mindestens zwei Nymphensittiche. Man sollte auf keinen Fall einen einzelnen Nymphensittich mit einer einzelnen artfremden Sittichart vergesellschaften (z.B. einen Nymphensittich mit einem Wellensittich verpaaren), nur weil sie friedlich miteinander umgehen! Sie sind für die Wohnungshaltung bei nicht zu hellhörigen Wohnungen und nicht zu geräuschempfindlichen Haltern sowie für Anfänger in der Sittichhaltung und Sittichzucht geeignet.

Lebenserwartung: ca. 15-20 Jahre, 25-30 Jahre und selten sogar mehr

Beschreibung:
Männchen:
grün, Kopf gelb, Hinterkopf, Nacken und Flügel gelb-schwarz gewellt, Wangenfleck blau, Kehltupfen schwarz, Schwanzfedern blau. Schnabel hornfarben, Wachshaut blau, Iris gelb, Beine graublau
Weibchen: wie Männchen, Wachshaut bräunlich
Jungvögel: matter gefärbt, Wellenzeichnung bis zur Wachshaut, Kehltupfer kleiner, Wachshaut fleischfarben bis bläulich weiß, Iris schwarz. Nestjunge Weibchen mit feinem weißen Ring um die Nasenlöcher, Männchen fehlt dieser. Volle Ausfärbung nach 6-8 Monaten.

Heimat/ Lebensraum: Zentralaustralien offene Grasflächen, Savannen, Steppen

Freileben: Der Wellensittich lebt in kleinen Gruppen, aber auch in großen Schwärmen zusammen. Die Sittiche leben abhängig von den Regenfällen nomadisch, bei langanhaltender Trockenheit wandern sie in Gebiete mit einem besseren Nahrungsangebot ab. Sie sind vorwiegend morgens und spätnachmittags bzw. abends aktiv und suchen nach Nahrung. Diese besteht hauptsächlich aus (halbreifen) Grassamen, die auf dem Boden gesucht werden. In den heißen Mittagsstunden halten sie sich auf Bäumen auf, pflegen Sozialkontakt oder ruhen sich aus. Sie sind nicht scheu. Wellensittiche können mit sehr wenig Flüssigkeit auskommen, bis zu etwa einem Monat sogar ganz ohne zusätzliches Wasser. Sie gelten als die am häufigsten vorkommende Papageienart in Australien und sind trotz Feinden und anderer Gefahren nicht gefährdet. Durch Buschfeuer, Dürreperioden oder Ertrinken in Viehtränken wird ihr Bestand allerdings regelmäßig vermindert. So werden starke Vermehrungen in guten Jahren auch auf natürliche Weise reguliert. Als Feinde zählen v.a. Greifvögel und - als nicht natürlicher Faktor - der Mensch. Für Eingeborene zählen die Sittiche und ihre Eier zur Nahrung. Das Gelege besteht aus 4-6, manchmal bis zu 8 Eiern und wird vom Weibchen ca. 18 Tage bebrütet. Die Jungvögel fliegen mit ca. 30 Tagen aus. Sie sind bereits nach drei bis sechs Monaten fortpflanzungsfähig.

Nahrung: Wellensittichfutter, auch mit zusätzlichen Sämereien wie z.B. Silberhirse und / oder Kanariensaat und / oder mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter, gelegentlich Eifutter oder alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen oder Ameiseneier, gelegentlich Kolbenhirse, ab und zu etwas Kochfutter (auch als Weichfutter bei verschiedenen Krankheiten gut geeignet), wenige Kräcker, frische Knabberzweige

Voliere Außenvoliere Käfig
Zimmervoliere mit zusätzlichem Freiflug. Eine Voliere aus Holz ist möglich. Mindestmaße für bis zu 2 Pärchen: 2x1x2m LxBxH
Mindestmaße Schutzraum: 1x1x2m LxBxH Frostfreier Schutzraum
Mindestmaße Käfig mit wenig Freiflug:
1x0, 5x1 m LxBxH für ein Paar Ein etwas kleinerer Käfig mit sehr viel oder sogar ganztags Freiflug ist möglich.

Haltung: Der Wellensittich ist akklimatisiert und kann auch an schönen nicht zu kalten Wintertagen in die Außenvoliere gelassen werden.
Er ist lebhaft, verspielt, neugierig, zutraulich und kann zahm werden. Er ist vergleichsweise leise, kann aber auch etwas lauter schimpfen. Manche Halter empfinden das Wellensittichgezwitscher und die Rufe bereits als zu laut.

Wellensittiche sind etwas sprachbegabt und können manchmal einige Wörter oder Töne nachahmen. Man sollte darauf achten, dass dies freiwillig und keine "notwendige" Anpassung eines Einzelvogels ist, der auf diese Seite mit "seinem Menschen" kommunizieren will. Wellensittiche lernen teilweise auch sprechen, wenn sie in der Gruppe gehalten werden, gelegentlich sogar, ohne dass der Halter mit ihnen geübt hätte.

Wellensittiche nagen vergleichsweise wenig. Trotzdem sollten ihnen immer frische Knabberzweige, Korkrinde etc. zur Verfügung stehen, da sie sich sonst gerne an Tapeten und Möbeln austoben. Sie baden unterschiedlich gerne und lassen sich unterschiedlich gerne beregnen. Auch wenn sie nicht gerne baden oder sich beregnen lassen, sollten ihnen ständig eine flache Schale mit Wasser angeboten werden. Sie baden oft nicht gerne in den im Handel angebotenen Plastikbadewannen, sondern lieber in Blumenuntersetzern, in feuchtem Salat (z.B. Löwenzahn, keinen feuchten Salat zum Fressen anbieten!) oder ähnlichem.

Sie können gut in der arteigenen Gruppe und (mindestens paarweise) mit anderen friedlichen Sitticharten (z.B. Nymphensittiche zusammengehalten werden. Auch bei friedlichen Sitticharten muss auf ausreichend Platz geachtet werden, damit sich die Vögel gelegentlich zurückziehen können.

Wichtig: Die Tipps zur Vergesellschaftung beziehen sich immer auf mindestens zwei Wellensittiche. Man sollte auf keinen Fall einen einzelnen Wellensittich mit einer einzelnen artfremden Sittichart vergesellschaften (z.B. einen Wellensittich mit einem Nymphensittich verpaaren), nur weil sie friedlich miteinander umgehen. Agaponiden sind keine gute Gesellschaft für Wellensittiche!

Wellensittiche sind für Anfänger in der Sittichhaltung und für die Wohnungshaltung gut geeignet, sie brauchen aber möglichst viel Freiflug und relativ fettfreies Futter, da sie sonst leider recht schnell zu Übergewicht neigen.

Lebenserwartung: im Durchschnitt ca. 8-10 Jahre, bis zu ca. 15 Jahre sind möglich, in Ausnahmefällen mehr. Standardwellensittiche / Schauwellensittiche oft nur ca. 6-8 Jahre.

Herkunft und Lebensweise: Die Zucht der Kanarienvögel nahm vor zirka 500 Jahren ihren Ausgang von den wildlebenden Kanariengirlitzen , deren Heimat die Kanarischen Inseln sind. Kanariengirlitze leben gesellig. Durch ihr grünliches, grauschwarz gezeichnetes Gefieder sind sie an ihren Nistplätzen in Büschen und Bäumen gut getarnt. Auch bei der Futtersuche bleiben sie in kleinen Schwärmen zusammen. Unüberhörbar ist der variationsreiche, schöne Gesang der Männchen.

Beschreibung: große Vielfalt an Farben und äußerer Gestalt, Länge: 12-23 cm (je nach Rasse), Gelegegröße: durchschnittlich 4 Eier, Brutdauer: ca. 13 Tage, die Jungtiere sind nach ca. 25 Tagen flügge; Geschlechtsreife: acht bis zwölf Monate
Kanarienrassen: Heute unterscheidet man weit über 100 Rassen. Diese teilen sich auf drei große Gruppen auf:

> Gesangskanarien: Charakteristisch sind Reinheit und Schönheit des Gesanges (zum Beispiel Harzer Roller, Belgischer Wasserschläger, American Singer, Timbrados).
> Farbkanarien: Neben den bekannten gelben gibt es auch weiße, rote, orange, braune, graue und andere Schläge in vielen Schattierungen.
> Gestaltkanarien (Positurkanarien): Bestimmte Größen, Körperhaltungen und Gefiederformen - wie Locken und Häubchen - kennzeichnen diese Rassen (zum Beispiel Lizard, Pariser Trompeter).

Haltung als Heimtier: Aufgrund ihrer geselligen Lebensweise (Schwarmvögel) sind Kanarienvögel für die Einzelhaltung nicht geeignet. Für ein optimales Wohlbefinden sind ein oder mehrere Artgenossen als Sozialpartner notwendig. Sie brauchen reichlich Bewegung und daher einen entsprechend großen Käfig oder eine Volière (großer Vogelkäfig) und täglich Freiflug. Die ganzjährige Haltung im Freien ist möglich. Erforderlich ist eine Freivolière in Verbindung mit einem Schutzhaus. Kanarienvögel werden handzahm. Voraussetzung dafür ist, dass man den Tieren regelmäßig Zeit widmet, sie anspricht oder pfeift und mit Ruhe und Umsicht mit ihnen umgeht. Man darf nicht mit der Hand in den Käfig greifen und sie auch nicht mit den Händen abfangen! Dies löst Panik aus. Vielmehr soll man die Vögel auf sich zukommen lassen und sie mit Leckerbissen (zum Beispiel Apfelstück) anlocken. So werden sie allmählich vertrauter und nähern sich mehr und mehr an. Selbst handzahme Kanarienvögel sind keine Schmusetiere. Der Umgang mit ihnen muss vorsichtig erfolgen. Scheu und Fluchtverhalten ist zu respektieren.

Männchen: Die Federn sind in Augenumgebung intensiv gefärbt. Borstige Federn befinden sich in Schnabelnähe. Ab dem fünften Lebensmonat ist die Kloake (gemeinsame Öffnung für Harn, Kot und Fortpflanzungsprodukte) zylinderförmig ausgestülpt. Zwischen Bauchdecke und Kloake ist ein deutlicher Winkel zu erkennen.

Weibchen: Im Gegensatz zum Gesang der Männchen piepsen Weibchen nur. Die Kloake liegt im Niveau der Bauchwand.

Fütterung: Das Futter muss abwechslungsreich und ausgewogen sein.
Als Hauptfutter eignen sich täglich zirka zehn bis 15 Gramm Körner und Sämereien wie zum Beispiel Kanarienmischfutter. Dieses besteht aus Sommerrübsen, Glanzsamen, Rollhafer, Negersaat, Hanfsamen und Leinsamen. Als Grünfutter eignen sich Obst, Salat, frische Blätter und Triebe wie zum Beispiel Apfel- und Birnenstücke, Kopfsalat, Spinat, junge Blätter und Triebe von Huflattich, Vogelmiere, Wegerich oder Löwenzahn. Alles muss frisch, ungespritzt (Vorsicht bei gekauftem Salat) und gewaschen sein. Als Ergänzungsfutter sind gekeimte Körner (Weizen, Hafer), Weichfutter aus dem Handel und eine Sepiaschale zu empfehlen. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen.

Käfiggröße: Bevor man sich als Hobbyhalter Kanarienvögel in die Stube holt, sollte ein geeigneter Käfig bereit stehen. Die Frage der Käfiggröße ist eine viel diskutierte. Im Handel gibt es eine große Auswahl verschiedenster Käfige, oft zu klein oder ungünstig geformt mit Rundungen und viel Schnickschnack. Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl. Suchen Sie einen schlichten, möglichst, geraden Käfig. Am besten eignet sich ein Käfig, der länger als hoch und höher als tief ist (Breite > Höhe > Tiefe). Achten Sie auf den Gitterabstand. Der Kanarienvogel soll nicht den Kopf durchstecken können. Ein Käfig mit Gitterabstand bis max. 1,5 cm ist für Kanarien geeignet.

Bedenken Sie, dass die Haltungsform (Paar- oder Gruppenhaltung) die Käfiggröße vorgibt.
Die empfohlene Käfiggröße für ein Kanarienpärchen liegen bei etwa 0,5 m³ (also einem Käfig mit den Maßen 100x100x50).
Natürlich gehen auch ein wenig kleinere Käfige.
Zu beachten ist, dass bei der Käfighaltung grundsätzlich Freiflug nötig ist.

Generell gilt: je größer, desto besser. Beachten Sie, dass bei einer Gruppenhaltung mit mehreren Pärchen zur Brutzeit im Frühjahr Revierkämpfe auftreten können. Seien Sie gewappnet und halten Sie zusätzliche Käfige bereit, um die Paare trennen zu können, falls es doch zu ernsthaften Streitereien kommen sollte.

Lebenserwartung: 10 bis 12 Jahre

Plastikvögel / Spiegel:
sie täuschen einzeln gehaltenen Sittichen einen Partner vor.

Oft lösen diese Gegenstände intensives Balzverhalten und Aggressionen aus (bis hin zur Kropfentzündung).

Sitzstangen aus Plastik und rundem Holz:
Wenn die Vögel immer den gleichen Durchmesser greifen und immer die gleichen Stellen belasten schadet dies den Füßen auf Dauer. Es kommt zu Fuß- und Gelenksproblemen und zu einem sogenannten Sohlenballengeschwür.

Sandpapierüberzug auf Sitzstangen:
Soll die Krallen abwetzen. Dies ist nicht der Fall. Ist unangenehm für die Vögel und fördert ein Sohlenballengeschwür.

Spielzeug mit langen Schnüren und Ketten:
Die Sittiche können an dem Spielzeug hängenbleiben und sich verletzen oder sich sogar erhängen.

Runde Käfige:
die Vögel können sich nicht orientieren. Die Käfige sind immer zu klein; sie haben keine Rückzugsmöglichkeiten.

Weiße Käfige:
sind nicht gut geeignet, da das weiß die Vögel blendet (besser dunkle Gitter verwenden).

Rechenmaschinen für Vögel:
Die Tiere können einzelne Perlen aufnehmen, was zu Kropfschäden führen kann.

Bodenbelag aus Sandpapier:
Sandpapier als Bodenbelag schädigt die Haut an den Füßen der Vögel und führt zu schlecht heilenden Wunden.

Negativkäfig:
Dieser Käfig ist viel zu klein. Auch sind alle Gegenstände für Vögel ungeeignet. Der Vogel kann sich nicht bewegen geschweige denn fliegen. Die Plastikteile können von den Tieren angenagt und verschluckt werden.